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Donnerstag, 29. Mai 2014

"Willkommen in Hawks" - Juliane Käppler

Söderle. Hier wieder ein Buch, dass ich im Rahmen einer (unglaublich netten) Leserunde lesen durfte.  Vielen Dank dafür!


Da ihre Eltern ein Jahr nach Tibet wollen, muss Charlotte das Jahr lang zu ihrer Großmutter nach Michigan. Dort wohnt sie in einem kleinen Nest namens Hawks und geht in der nächstgrößeren Stadt zur Schule. Sie trifft auf Cameron, den Rebell des Dorfes, und seinen nicht ganz einfachen Vater - und verliebt sich in ihn. Zur Verwunderung und Sorge aller derer, die sie (und ihn) kennen.
Eine Liebesgeschichte beginnt, die sich über Jahre hinziehen wird, und durch einige Zwischenfälle behindert wird.

Ich muss dazusagen, ich bin ein Mensch, der Handlungen und Taten großen Worten und viel Kitsch vorzieht. Wer viele Worte drumherum braucht (Geschmäcker sind verschieden, und das ist gut so), für den mögen die Charaktere vielleicht ein bisschen kalt erscheinen.
Ich persönlich finde, dass sie durch Taten genug sagen. Durch Blicke, die sie sich zuwerfen, beispielsweise.
Charlotte und Cameron sind zwei sehr ausdrucksstarke Charaktere, die an Realität und vor allem Tiefe gewinnen, als sie erwachsen sind. Ihre Liebe ist, denke ich, nicht vergleichbar mit einem wilden Sturm, sondern eher mit einem langsam blühenden Pflanze. Sie nähern sich langsam aneinander an, durch das Englisch-Projekt, welches im Prinzip einen hohen Stellenwert in der Geschichte hat, durch die Entdeckung eines großen Talents Camerons.
Der Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr gut. Durch die bildhaften, nicht übertriebenen Beschreibungen kann man sich genau vorstellen, wo die beiden gerade sind, und man kann die Atmosphäre förmlich spüre. Man spürt durch die Worte die Zuneigung der Autorin zu diesen Orten.
Auch die Nebencharaktere sind nicht nur flache Handlungsträger, sondern auch sind sie Figuren mit Persönlichkeit, was ich sehr schön finde.

Die Handlung ist unglaublich spannend, vor allem durch diesen Kriminalfall, der mit integriert ist, und dessen Cameron unfairerweise beschuldigt wird, begangen zu haben. Auch die "Pause", als Charlotte wieder in Deutschland ist, verliert nicht an Spannung, durch die Aussicht, dass sich die beiden wieder begegnen könnten.
Vor allem der Prolog trägt maßgeblich dazu bei, da er in der Zukunft spielt.

Insgesamt sehr gefühlvoll, meiner Meinung nach auch sensibel.
Schön!


(Bild: lovelybooks.de)

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    ich bin neugierig geworden und bin gerade von LovelyBooks hierher rueber geschwappt...

    Du schreibst :"Sie trifft auf Cameron und seinen gewalttätigen, alkoholsüchtigen Vater - und verliebt sich in ihn."

    Ich weiss schon,wen du meinst,da ich das gleiche tolle Buch gelesen habe...die anderen wissen es vielleicht nicht !

    Einen wunderbaren Blog hast du ! Ich stöbere gleich noch mehr...

    Liebe Gruesse von Karoliina

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