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Samstag, 3. Mai 2014

"This is not a love Story" - Holly Bourne

Und zack, direkt noch ein Buch hinterherschieben, damit es hier auch was zu gucken gibt ;)
Auch dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde (Lovelybooks) lesen. Vielen Dank dafür!




Peggy ist 17 und glaubt nicht an solche Dinge wie Liebe und Seelenverwandschaft. Sie ist zynisch und schlagfertig - und weiß überhaupt nicht, wie ihr geschieht, als sie den Gitarristen von "Growing Pain", Noah, kennenlernt.
Doch die beiden verbindet nicht nur eine starke Anziehungskraft, sondern da steckt noch sehr viel mehr dahinter...

Achtung, ich werde jetzt von vorn bis hinten spoilern. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, wird das hier wohl nicht lesen dürfen ;)
Die Charaktere:
An sich sind die Charaktere gut erdacht. Peggy ist witzig, sarkastisch, zynisch und schlagfertig, kommt jedoch ganz schön ins Wanken, wenn es Noah betrifft. Durch die Sicht aus ihren Augen bekommt sie Tiefe.
Die hat mir Noah leider ein bisschen gefehlt. Seine Stimmungs- und Verhaltensschwankungen fand ich teilweise ein wenig abrupt, und wieso er die hatte, war mir auch nicht immer klar. Das mit einem simplen: "Na, er hat doch Depressionen" abzutun, finde ich nicht ausreichend.
Zudem ist mir unklar, weshalb Noah so viele Klischees bedienen muss. Er sieht gut aus, er hat sehr viel Geld, er ist Typ einsamer Wolf, er ist Gitarrist einer Rockband, die auch noch erfolgreich wird.
Bei Penny sind die Klischees eingestreut - dessen ist sich das Buch an diesem Punkt aber auch bewusst und macht seine Späße darüber. Bei Noah wirken die Klischee-Beschwerden von Penny allerdings ein wenig fehl am Platz.

Die Handlung:
An sich eine Liebesgeschichte mit einer kleinen Prise Innovation. Die Sache mit den Seelenverwandschaften, einmal im Jahr zwei Personen geboren etc. fand ich sogar ganz gut. Besonders gefiel mir, dass am Schluss versucht wurde, ein wenig physikalische und biologische Erklärungen der Seelenverwandschaft mit eingebracht wurden. Irritiert hat mich, das viel von einer gewissen "Toleranz" zwischen Noah und Penny geredet wird - aber diese Toleranz, worin sie sich genau tolerieren und was das genau ist und wie es sich auswirkt, wird nie gesagt. Schade.
Klasse gemacht ist das Ende. Klar, es frustriert den Leser schon irgendwie, ich meine, Happy Ends sind doch immer angenehmer.
Allerdings muss man erst einmal eine Autorin finden, die es schafft, ihren Hauptpersonen so zu schaden und weh zu tun.
Bei vielen großen Reihen und Serien schafft es der Hauptcharakter zu einem Happy End, oder wenigstens, nicht zu sterben.
Hier werden Noah und Penny allerdings getrennt. Guter Schachzug.

Was mir fehlt: die Reaktion Pennys Freunde auf die Trennung. Diese interessante Geschichte, die sich dort ausgedacht wird, würde ihr doch niemand abnehmen?!

Der Schreibstil:
Sehr witzig und amüsant.
Zwischendurch wird ein wenig Umgangssprache und Bezüge zu heutigen Filmen und Belletristik genommen, was für einen jugendlichen Leser mehr Spaß bringt.

Lediglich der große Showdown im Regierungsgebäude ging mir ein bisschen viel zu schnell. Wie konnten sich die beiden durch eine Glasscheibe küssen? etc. Das war so ein Schwupps, sind sie drin, und schwupps, wieder draußen.


Fazit:
Die Abzüge gibt es für den extrem klischeehaften Noah und seinen unschlüssigen Charakter, zudem der zu schnelle Showdown und die Sache mit der Toleranz. Außerdem für die fehlende Reaktion von Freunden und Eltern, denn die "Ausrede" ist wirklich sehr dünn, somit zähle ich das fast als Logikfehler.

Und eigentlich wäre es schön gewesen, noch mehr Informationen zu Rain und Anita zu bekommen.
Bild: Amazon.de (wie zu sehen, gibt's da den Blick ins Buch, wenn jemand mal hineinschauen möchte.)

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