"V wie Vendetta" von Alan Moore/David Lloyd
"V wie Vendetta" ist eine sogenannte Graphic Novel. Ich habe es nicht geschafft, sie in einem Rutsch durchzulesen, und aus aus mehreren Gründen: Zum einen ist der Zeichenstil sehr düster, zum anderen die Thematik sehr schwerwiegend und ein wenig drückend, außerdem werden viele verschiedene Schicksale erzählt, die sich miteinander verweben.
Zum ersten also zur Story.
V, der geheime Rächer, dessen Gesicht - sehr zu meinem Leidwesen - man nicht ein einziges Mal zu sehen bekommt, ist gegen den totalitären Staat, in den sich England nach dem Krieg gewandelt hat und kämpft für die Anarchie - und das mit allen Mitteln. Mit Bomben, Explosionen und Toten.
Zuerst allerdings werden alle die getötet, die ihn möglicherweise identifizieren könnten - denn V ist ein ehemaliger Häftling eines Lagers, das an die deutschen Konzentrationslager erinnert. Das V steht nicht nur für Vendetta oder Victory, sondern auch für die römische Zahl 5, welche für das Zimmer steht, in dem er untergebracht wurde, bevor er das Lager sprengte und entkam.
V rettet Evey, und hat mit ihr eine Gehilfin an der Seite stehen.
V, der geheime Rächer, dessen Gesicht - sehr zu meinem Leidwesen - man nicht ein einziges Mal zu sehen bekommt, ist gegen den totalitären Staat, in den sich England nach dem Krieg gewandelt hat und kämpft für die Anarchie - und das mit allen Mitteln. Mit Bomben, Explosionen und Toten.
Zuerst allerdings werden alle die getötet, die ihn möglicherweise identifizieren könnten - denn V ist ein ehemaliger Häftling eines Lagers, das an die deutschen Konzentrationslager erinnert. Das V steht nicht nur für Vendetta oder Victory, sondern auch für die römische Zahl 5, welche für das Zimmer steht, in dem er untergebracht wurde, bevor er das Lager sprengte und entkam.
V rettet Evey, und hat mit ihr eine Gehilfin an der Seite stehen.
Doch nicht nur aus Vs und Eveys Sicht wird erzählt, nein, auch vom Führer und verschiedenen Funktionären mit ihren Eheproblemen wird erzählt.
Somit bekommt jeder Charakter genug Tiefe und wird nachvollziehbar - sogar der Führer, was meiner Meinung nach ein erstaunliches Meisterwerk ist.
Somit bekommt jeder Charakter genug Tiefe und wird nachvollziehbar - sogar der Führer, was meiner Meinung nach ein erstaunliches Meisterwerk ist.
Der Gesamtband besteht aus drei Teilen, die wiederum in kleinere Kapitel unterteilt sind. Als Gesamtpaket ein bisschen viel, aber mit genügend Denkpausen zwischendurch wirklich gut.
Es werden einem ganz plötzlich verschiedene Dinge klar, manche Sachen muss man öfter lesen und genau anschauen, um es zu verstehen.
Aber bisher war noch kein Meisterwerk einfach zu durchschauen.
Es werden einem ganz plötzlich verschiedene Dinge klar, manche Sachen muss man öfter lesen und genau anschauen, um es zu verstehen.
Aber bisher war noch kein Meisterwerk einfach zu durchschauen.
Sehr interessant ist die Idee, dass man V nicht einmal zu Gesicht bekommt, nicht einmal den Menschen hinter der Maske sieht. Damit wird V zu einer Idee (wie er selber übrigens zu Finch sagt, er sei eine Idee, und eine Idee sei nicht aus Fleisch und Blut), die weiterleben kann. Durch Evey, welche sich wiederum einen Nachfolger sucht. So kann V der Bevölkerung als fast übermenschlich erscheinen.
Allerdings werden manche Mysterien bis zum Ende nicht geklärt, und das Ende ist offener als offen.
Allerdings werden manche Mysterien bis zum Ende nicht geklärt, und das Ende ist offener als offen.
Der Zeichenstil:
Sehr düster. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, und das hat fast bis zum Ende gedauert. ;)
Zwischenzeitlich wird je nach Szene und Dramatik die Zeichenart geändert: mal Konturen, mal Konturen, die dreidimensionaler gestaltet werden, indem sie schraffiert und damit schattiert werden, manchmal ganz Seiten, in denen alles über Schraffuren gearbeitet wird, indem durch Schatten ein ganzer Mensch gezeichnet wird, in all seinen Einzelheiten. Die Farben sind immer gedeckt, das Einzige, was mit knalligen Farben gearbeitet ist, ist das Feuer der Explosion, durch welche V entkommen konnte.
Zwischenzeitlich wird je nach Szene und Dramatik die Zeichenart geändert: mal Konturen, mal Konturen, die dreidimensionaler gestaltet werden, indem sie schraffiert und damit schattiert werden, manchmal ganz Seiten, in denen alles über Schraffuren gearbeitet wird, indem durch Schatten ein ganzer Mensch gezeichnet wird, in all seinen Einzelheiten. Die Farben sind immer gedeckt, das Einzige, was mit knalligen Farben gearbeitet ist, ist das Feuer der Explosion, durch welche V entkommen konnte.
Gesamtfazit:
Verdammt gut, ein richtiges Meisterwerk. Wer sich mit einem Comic anfreunden kann, der sollte es wagen!
Verdammt gut, ein richtiges Meisterwerk. Wer sich mit einem Comic anfreunden kann, der sollte es wagen!
Gibt es bei amazon für 20 Euro neu, für knapp über 10 als gebrauchte Version. Das lohnt sich!
Bild: amazon.de
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