Da ist er schon, der nächste Post. Habe ziemlich viel nachzuholen...
Auch dieses Buch war, Überraschung, eine Leserunde, wieder von Lovelybooks. Vielen herzlichen Dank, dass ich teilnehmen durfte!
Das Cover finde ich erst mal sehr schön gestaltet. Passt zum Inhalt, und sehr künstlerisch ist es auch.
Zum Schreibstil:
Einerseits ist es im Präsens geschrieben, was eine kurze Eingewöhnungsphase braucht. Die Sätze sind alle ziemlich kurz gehalten, was mich persönlich sogar ab und zu gestört hat.
Wenn es um die Farben und Beschreibungen ging, fand ich es schön geschrieben, allerdings hat mich die wörtliche Rede gestört. Alles ist "cool", und es ist zwischenzeitlich ein bisschen sehr stark gewollt jugendsprachlich, dass es fast schon komisch wirkt.
Zudem wundert mich, dass David seine Mutter "Sonja" nennt?
Die Story ist ganz gut ausgearbeitet.
Etwas wirklich innovatives finde ich leider nicht darin. Der Fantasyteil kommt leider meiner Meinung nach viel zu kurz, sodass er nicht ganz nachvollziehbar ist. Gideon sagt zwar am Ende, was er ist, doch irgendwie weiß man nicht so ganz, wo er herkommt, wie er seiner Familie etwas vormachen konnte, weshalb er die Sache mit dem Blutaustausch machen will, was direkt seine Erlösung ist und so weiter.
Ich habe mit dem Beginn der Geschichte massive Probleme.
Leah sieht einen Garten, schaut ihn sich an. Das stellt ein Ehepaar fest, und sie laden sie sofort ein, hineinzukommen, und laden sie sogar zum Essen ein. Die Jungs sehen sie, und gerade David sieht sie und ZACK bedeutet sie ihm etwas.
Das ist ziemlich unrealistisch. Stelle man ein auffällig gekleidetes Mädchen, der man (laut eigener Aussage) ansieht, dass sie kaum Geld hat und lasse sie einen Garten anstarren, werden die Bewohner entweder alles verrammeln, damit sie nicht auch noch ins Haus schaut oder sogar herausgehen und sie bitten, zu gehen.
Diese sofortige Freundlichkeit und "Du-bist-ein-Teil-der-Familie" erinnert mich an ein Märchen oder so.
Auch Davids Gefühle gehen mir viel zu schnell.
Es schien alles so, als sollte der Anfang ganz ganz schnell gehen, damit bald zum Hauptteil der Handlung gekommen werden konnte.
Den Epilog finde ich merkwürdig.
Hat David so gar keine Probleme damit, seinen Bruder getötet zu haben?
Und vor allem : Haben Hannes und Sonja es ihrem lebenden Sohn einfach so abgenommen, dass er Gideon töten musste, weil dieser ein Dämon war?
"Hey, Pa, ich habe ein Problem. Gideon ist ein Dämon und wollte gerade Leahs Blut trinken, deshalb musste ich ihn töten." Und sofort rückt Hannes als Aufräumkommando an?
Leider klang die Beschreibung besser, als ich persönlich es dann am Ende gefunden habe.
Bild: Lovelybooks.de
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