Los geht's, viel Vergnügen!
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Wie ich wahrscheinlich schon x-Mal sagte, ist dies hier ein zweiter Band der ISAY-Reihe. Wer also Band eins noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension nicht lesen, denn vielleicht wird er gespoilert, und das will doch keiner... ;)
Den Link zu meiner Rezension zu Teil 1, Ich bin... das Ende, findet ihr hier.
Inhalt:
Kaum haben Silena und Edrian ihr Glück gefunden, droht es auch schon zu zerbrechen: denn Silena wird festgenommen und inhaftiert! Während Silena versucht, herauszufinden, was mit ihr geschieht und warum, ist Edrian hinter einem unerklärbaren Phänomen her, welches mit Silena im Zusammenhang steht. Und auch Magnus ist nicht von der Erdoberfläche verschwunden, er will seine Macht wieder - und das mithilfe einer Waffe, die ihm vollends aus der Hand gleitet...
Meine Bewertung:
1. Charaktere
Charaktere machen eine Geschichte lebhaft. Mit platten und farblosen Klischee-Protagonisten oder Mary und Gary Stues kann auch ein stiltechnisches Meisterwerk nicht punkten - zumindest nicht bei mir. Die Hauptprotagonisten haben alle ihre eigene Art. Silena ist zwar eine Heulboje und badet gern mal im Selbstmitleid, aber kriegt darüber manchmal Trotzanfälle mit Handlungsfolgen, anstatt wirklich permanent heulend in der Ecke zu liegen. Edrian ist zwar cholerisch, dafür aber trotzdem hilfsbereit und kann durchaus über seinen eigenen Schatten springen, auch wenn er, böse gesagt, nicht immer der Hellste ist, meint er es doch oft gut. Auch Magnus ist zwar ein machtgeiler Snob, der es allerdings schafft, sich am Ende wenigstens ein bisschen sozialfähig zu beweisen.
Probleme gibt es meiner Meinung nach darin, die neu auftauchenden Charaktere kennenzulernen. Yven oder Lucil kann der Leser nie richtig einschätzen, gerade bei letzterem lassen sich deswegen die Handlungsmotive in Frage stellen. Allerdings gibt es hier die Wahl zwischen mehreren Problemen: macht man das Buch länger und wechselt zwischen vielen Sichtweisen? Dann steigt allerdings die Verwirrung des Lesers, was nicht jedermanns Sache ist, und die Spannung sinkt, weil von jedem direkt Ziel und Einstellung preisgegeben werden.
2. Handlungsverlauf
Ein großer Pluspunkt: der große Knall am Ende war kein Knall mehr, sondern eine Schlacht! Im Gegensatz zum letzten Buch hat sich der Showdown mehr Zeit gelassen, er kam auch viel langsamer auf den Leser hinzugerollt. Durch verschiedene "Endzeit"-Stimmungs-Wahrnehmungen von verschiedenen Protagonisten konnte der Leser sich einstimmen, mitfiebern, wenn er der Typ dazu ist. (Ich neige zu richtiger Verzweiflung, wenn ich kein richtiges Ende sehe.)
Allerdings, wer wäre ich, wenn ich nicht überall was zu mäkeln fände: ein kleines Problemchen, was allerdings wesentlich geringer war als das des Showdowns des letzten Buches, waren die vielen Ortswechsel. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, dass zwischen den verschiedenen Charakteren hin- und hergeswitcht wird, die sich an verschiedenen Orten befinden. Allerdings hat ja gerade Edrian ständig Hummeln im Hintern, und wechselt permanent seinen Standort: er ist zuhause, dann fährt er in die Wüste, weiter in den Wald, zum Raumschiff, zurück in die Stadt, zu den Naza, in die Stadt... und durch die vielen Ortswechsel erscheint es einem trotz den Angaben, dass es x Tage brauche, um dorthin zu gelangen, als wäre alles nur ein Katzensprung. Vor allem weil auch die Handlung der anderen Protagonisten so dahinrauscht. Vielleicht wäre eine Karte im Einband praktisch, damit der Leser visualisieren kann, wo sich welcher Protagonist befindet. Einige Dinge fand ich war gegenüber dem Leser gemein, schriftstellerisch aber genial, Littas Tod zum Beispiel. Einfach weil sie der Handlung neue Munition geben und im Leser stark Gefühle hervorrufen.
Bei mir zumindest. ("Noooin! Litta! Magnus, TU WAS! RETTE SIE! AAAARGH!")
3. Ausdruck & Schreibweise
Mit der Schreibweise kommt ich sehr gut klar. Bis auf wörtliche Ausdrücke wie "AHH" oder "aha, aha", die ich persönlich lieber als Geräuschumschreibung lese (z.B. ein gellender Schrei, ein raues Husten) komme ich mit Formulierungen und Beschreibungen gut klar. Umgebungen werden lebhaft beschrieben, genau wie Personen, allerdings nicht so langatmig, dass ich etwas beim Lesen überspringe. Die derbere Ausdrucksweise finde ich als Vertreter der Enttabuisierung absolut amüsant, und es beantwortet mir einige Fragen, die ich mir seit Twilight stellte (Was macht Edward, wenn Bella ihre Tage hat? Haben Vampire Harndrang?) und manchmal auch die ach so übertrieben verehrte und ins Spotlight gezogene Rasse Vampir zurück auf den Teppich holt, vermenschlicht und nicht so übermenschlich darstellt. Und auch die Vampire untereinander zeigen endlich mal Gefühle wie Freude oder auch, im Falle Litta-Magnus, Häme und Schadenfreude, anstatt sich mit versteinerten Gesichter anzusehen und nur altbackene Phrasen auszutauschen. Ich mag's absolut. Ein bisschen komisch fand ich den ziemlich langen Epilog, die Silena und Edrian-Lovestory ("und er versprach, und sie versprach") hatte man kürzen oder gar weglassen können, beziehungsweise in ein kleines Geschehnis wandeln können, welches das dem Leser durch die Blume beweist. Dafür war der Cliffhanger zum nächsten Band meeega gemacht.
4. abschließendes Fazit
Ich erkenne eine deutlichere Verbesserung zum ersten Teil, und vor allem freut mich, dass scheinbar ein bisschen vom Feedback der letzten Runde mitgenommen wurde! Es gibt wieder ein paar kleine Minuspunkte, aber die hat ja jedes Buch, auch ein Stephen King oder auch ein Tolkien, weil die sind ja immer eine Geschmackssache.
Abschließend bedanke ich mich für die Ehre, das Buch wieder lesen zu dürfen, die wirklich freundliche Kommunikation von Leser und Autor und ich freue mich auf den nächsten Band!
Da komme ich doch gleich mal auf einen Gegenbesuch und finde gleich ein Buch, das ich noch offen habe, aber wenigstens schon mal den ersten Teil kenne :D
AntwortenLöschenEntwicklung ist immer gut und daher bin ich sehr gespannt, wie ich es wahrnehmen werde ;-)
So, und jetzt verrate mir doch mal, wie und wo man dir und deinem Blog folgen kann ?! Ich sehe da mal so gar keine Option.
Liebste Grüße,
Hibi
Also, erst mal vielen Dank für den Gegenbesuch!
LöschenDann los *grins* Ich muss sagen, es liest sich ganz gut weg, wenn man einmal wieder drin ist. :)
Und da hast du mich jetzt aber auf dem völlig falschen Fuß erwischt ^^"
Der Blog ist letztes Jahr irgendwann mal spontan nachts als Prokrastination vor einer Klausur entstanden, und wie du siehst, ist er dann ein halbes Jahr hintenüber gefallen, weil dann anderer Lebensernst dazwischenkam, und hier ja eh' nicht so viel los war. Ich hab' mir gesagt, damit beschäftige ich mich, wenn ich mal Zeit habe. Die habe ich jetzt - Ahnung aber immer noch nicht. Ich war schon wahnsinnig stolz, den Hintergrund zu wechseln :'D
Quintessenz: Ich bin ein Technik-Noob und ich bastele noch. Daher gibt es noch keinen X'D
Liebe Grüße!
Ich freu mich über die geniale Rezi - merci beaucoup!
AntwortenLöschenSchick mir doch deine Postadresse, dann bekommst du die erwähnten Lesezeichen ;o)
lg Celeste Ealain
Sehr gern! :)
AntwortenLöschenUnd die Mail geht sofort raus!!